DBfT steht für Verantwortung & Ethik
Eine starke ethische Haltung, Schutz der Persönlichkeit und sichere Lernräume für alle Schüler*innen. Das sind nur einige unserer Leitziele.
Der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik (DBfT) versteht Tanzpädagogik nicht nur als künstlerische und pädagogische Tätigkeit, sondern auch als besondere Verantwortung gegenüber den Menschen, mit denen gearbeitet wird. Tanz arbeitet unmittelbar mit dem Körper, mit Nähe, Ausdruck und Emotionen. Gerade deshalb sind ethische Standards, der Schutz der Persönlichkeit sowie sichere und respektvolle Lernräume zentrale Grundlagen der Arbeit von Tanzpädagoginnen und Tanzpädagogen.
Der DBfT setzt sich dafür ein, dass Tanzunterricht in einem Umfeld stattfindet, in dem Würde, körperliche und seelische Unversehrtheit sowie persönliche Grenzen jederzeit respektiert werden. Verantwortung bedeutet dabei auch, kontinuierlich über Unterrichtsformen, Kommunikationsweisen und pädagogische Methoden zu reflektieren und gemeinsam weiterzuentwickeln. Der Verband versteht sich als Plattform, die diese Reflexion aktiv fördert und konkrete Leitlinien für die Praxis bereitstellt.
Praxisbeispiele zur Umsetzung
1. Verhaltenskodex für Tanzpädagog*innen
Ein zentraler Schritt ist die Entwicklung eines gemeinsam mit Mitgliedern erarbeiteten Verhaltenskodex. Dieser definiert grundlegende ethische Leitlinien für den Unterricht, etwa:
- respektvoller Umgang mit körperlicher Nähe
- Sensibilität für individuelle Grenzen und Bedürfnisse
- transparente Kommunikation mit Schüler*innen und Eltern
- verantwortungsvoller Umgang mit Macht- und Vertrauensverhältnissen
- Der Kodex dient als Orientierung für Mitglieder und stärkt gleichzeitig das Vertrauen von Eltern und Schüler*innen in qualifizierte Tanzpädagogik.
2. Gesprächsrunden und Erfahrungsaustausch
Der DBfT organisiert moderierte Gesprächsrunden und Austauschformate, in denen Mitglieder Erfahrungen aus ihrer Unterrichtspraxis teilen können. Themen sind beispielsweise:
- Umgang mit körperlicher Nähe im Unterricht
- Prävention von Grenzverletzungen
- Kommunikation mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
- Gestaltung eines wertschätzenden Lernklimas
- Diese Formate fördern einen offenen Dialog und helfen, gemeinsame Standards im Berufsalltag zu entwickeln.
3. Interne Arbeitsgruppen (AGs)
Der Verband initiiert interne Arbeitsgruppen zu zentralen Themen der Tanzpädagogik, etwa:
- Ethik und pädagogische Verantwortung
- Gesundheit und körpergerechtes Training
- Kinder- und Jugendschutz
- zeitgemäße Unterrichtsmethoden
In diesen AGs arbeiten Mitglieder gemeinsam an Leitlinien, Empfehlungen und Materialien, die anschließend im Verband verbreitet werden.
4. Fort- und Weiterbildungsangebote
Seminare und Workshops greifen regelmäßig Themen wie ethische Verantwortung, pädagogische Haltung, Anatomie, Psychologie und Lernprozesse auf. Ziel ist es, Tanzpädagog*innen darin zu unterstützen, Unterricht gesundheitsfördernd, respektvoll und professionell zu gestalten.
5. Förderung einer reflektierten Unterrichtskultur
Der DBfT ermutigt seine Mitglieder zu kontinuierlicher Selbstreflexion und kollegialem Austausch, damit Unterricht nicht nur technisch und künstlerisch hochwertig ist, sondern auch den persönlichen Entwicklungsraum der Schüler*innen schützt und stärkt.